Kernaussagen

Das Felslabor Mont Terri bietet eine Plattform für die internationale Zusammenarbeit und den Austausch von erworbenem Know-how unter Forschern, Technikern, Ingenieuren und Naturwissenschaftlern. Das Bundesamt für Landestopografie (swisstopo) betreibt das Felslabors Mont Terri und leitet das Mont-Terri-Projekt. An den unterirdischen Forschungsvorhaben beteiligen sich heute 19 Organisationen aus Belgien, Deutschland, Frankreich, Japan, Kanada, Spanien, der Schweiz, den USA und dem Vereinigten Königreich. Verschiedene weitere Länder ziehen Tongesteine ebenfalls als mögliche Wirtgesteine für geologische Tiefenlager in Betracht. 

Das Know-how aus dem Felslabor Mont Terri kann in Zukunft auch mit anderen Forschungszweigen ausgetauscht werden, zum Beispiel im Zusammenhang mit der Entsorgung von chemischen Abfällen oder in der Erdölindustrie. Das Felslabor Mont Terri trägt wesentlich zur Sicherheit und der technischen Machbarkeit eines geologischen Tiefenlagers in einem Tongestein bei. 

Das Felslabor dient ausschliesslich Forschungszwecken. Die Lagerung von radioaktiven Abfällen kommt einerseits aus geologischen Gründen (Faltenjura) nicht in Frage, andererseits ist die Lagerung jedwelcher Abfälle durch den Nutzungsvertrag mit dem Kanton Jura (Convention 2009) ausgeschlossen.

Das Felslabor richtet sich aber auch an die breite Öffentlichkeit. Die geführten Besichtigungstouren durch das Felslabor leisten einen wichtigen Beitrag zur Information und Diskussion mit der Bevölkerung. Der direkte Einblick in die vielfältigen Forschungsexperimente soll nicht zuletzt auch helfen, die Akzeptanz von geologischen Tiefenlagern zu erhöhen.

Seit 1996 haben die Forschungspartner rund 89 Mio CHF ins Felslabor Mont Terri investiert (Finanzierung). Die Forschungsarbeit wird vor allem von nationalen Forschungsorganisationen, Universitäten und Fachhochschulen ausgeführt, aber auch von diversen spezialisierten Firmen aus der Privatwirtschaft. 20 Prozent dieser Investitionen werden in Form von Aufträgen an lokale jurassische Firmen vergeben. Bei regelmässigen Treffen diskutieren die Forschungspartner die Resultate laufender Experimente und beraten über die Durchführung und Finanzierung neuer Forschungsvorhaben. Dabei profitiert vor allem das Hotelgewerbe in und um St-Ursanne.

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